5 Fragen vor deinem Personal-Branding-Shooting

Die meisten Personal-Branding-Fotos scheitern nicht an der Kamera. Sie scheitern daran, dass niemand vorher diese Fragen gestellt hat. Nimm dir fünf Minuten, sie machen den Unterschied zwischen einem Foto und einem Bild, das dich trägt.

 

1. Zeigst du, wer du bist oder wer du sein solltest?

Das eine Bild ist ein Headshot, wichtig, absolut. Aber es zeigt weder wer du bist noch was du tust. Das zweite Bild zeigt deinen Charakter.

Nur beides in Kombination ergibt deine persönliche Marke.

 

2. Wann hast du zuletzt ein Foto von dir gesehen, das sich echt angefühlt hat?

Es geht nicht darum zu posieren, sich zu verstellen. Das spürt der Kunde sofort.

Es geht darum, authentisch zu bleiben. Die besten Bilder entstehen aus dem Moment, in einem offenen Gespräch, in deinem natürlichen Umfeld.

In der Sportfotografie entstehen die besten Bilder nicht im Interview. Sie entstehen am Spielfeld, dann, wenn sich die Person in ihrem natürlichen Umfeld befindet, ihrer Leidenschaft nachgeht und einfach nur sie selbst ist. Warum sollte es anderswo anders sein?

 

3. Was soll jemand fühlen, der deine Bilder zum ersten Mal sieht?

"Professionell" ist kein Gefühl, es ist eine Schutzbehauptung. Vertrauen ist ein Gefühl. Neugier ist eines. Nähe auch.

Wenn du nicht sagen kannst, welches Gefühl du auslösen  willst, kann auch kein Foto es zuverlässig tun.

Die Antwort liegt selten in der Pose. Meistens in der Frage, was du wirklich vermitteln willst, bevor überhaupt eine Kamera dabei ist.

 

4. Wer ist dein Wunschkunde und was braucht er von dir, bevor er dir  vertraut?

Ein Bild überzeugt nicht jeden gleich. Es überzeugt die eine Person, die genau das sucht, was du zeigst. Je klarer du weißt, wen du erreichen willst, desto klarer wird auch das Bild und desto genauer weißt du, was diese Person eigentlich braucht, bevor sie dir vertraut.

Es reicht nicht zu sagen, mein Wunschkunde ist ein Versicherungsberater im Außendienst.

Wie heißt die eine Person, an die du denkst, wenn es um deinen Wunschkunden geht. Was macht diese Person beruflich, wie alt ist, welche Ausbildung hat sie abgeschlossen. Ist sie verheiratet, geschieden oder ledig? Hat sie Kinder? Was sind ihre Hobbys? Usw.

Je klarer die Beschreibung, desto klarer das Bild und desto genauer weißt du, was diese Person eigentlich sucht und wie man sie anspricht.

 

5. Was würdest du weglassen, wenn du nur ein Bild von dir zeigen dürftest?

Reduktion als Prinzip. Es geht nicht darum, alles zu zeigen. Es geht darum, das zu zeigen, was man nicht weglassen kann. Hast du mal einen Film gesehen, der die ganze Geschichte, jeden einzelnen Tag, von der Geburt bis zum Tod eines Charakters zeigt?

 

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du auf ein oder zwei dieser Fragen keine klare Antwort hast, ist das kein Problem.

Das ist der Ausgangspunkt für ein gutes Gespräch.

 

Danke

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Was du siehst, wenn du aufhörst, geradeaus zu schauen?